Tief unter der Insel Manhattan, in einem Labyrinth aus Gängen und Kammern, die kein Mensch je zu Gesicht bekommen würde, lag das Herzstück der frühlingshaftesten Operation der Welt: der gigantische Hasenbau des Osterhasen. Die Wände, aus natürlichem Fels und gewachsenen Wurzeln, waren gespickt mit blinkenden Server-Racks und überdimensionalen LED-Bildschirmen, die in Echtzeit Daten von allen fünf Kontinenten flimmern ließen. Hier wurde das größte Versteckspiel der Geschichte koordiniert. Ein geschäftiges, aber höchst effizientes Wuseln erfüllte die weitläufigen Hallen. Überall rannten Hasen in unterschiedlichen Arbeits-Outfits herum: einige in Overall mit Werkzeuggürteln für die Wartung der Eier-Malfabriken, andere mit Headsets und Tablets, die Routen und Liefermengen überwachten. Jeder Hase kannte seine Aufgabe, jeder Schritt war auf das größte Ziel hin ausgerichtet: pünktlich zu Ostern jedes Kind mit einem versteckten Ei zu überraschen. Über all diesem Treiben schwebte auf einer schwebenden, gläsernen Plattform die imposante, aber doch unverkennbar niedliche Gestalt des Chefs selbst: Der Osterhase. Sein weißes, weiches Fell war akkurat gepflegt, die legendären Ohren ragten stolz nach oben. Doch sein Blick war an diesem Abend nicht auf Niedlichkeit, sondern auf pure Konzentration gerichtet. Gebannt starrte er auf den zentralen Hauptmonitor, der den globalen Lieferfortschritt in einem riesigen, pulsierenden Prozentbalken anzeigte. *99 %.* Seine sonst so entspannten Pfoten Mehr sehen