Nun begann die eigentliche, raue Schwerstarbeit. Sie nutzte die massiven, knorrigen Holzprügel, die sie am Vorabend im Eis zusammengerafft hatten. Es waren uralte Buchen- und Fichtenäste, vollkommen entlaubt, vom Frost steinern gehärtet und bedeckt mit einer Schicht aus feinem, moosartigem Flechtenbewuchs, der im Eis glitzerte. Ihre Oberflächen waren rau, übersät mit abgesplitterten Astansätzen und buckligen Knollen, die sich wie scharfe Widerhaken in Dinas nackte Handflächen schnitten. Den allerersten, schwersten Stamm – einen massiven, knorrigen Buchenstumpf von gut fünfzig Zentimetern Höhe – wählte Dina als Hauptpfeiler. Er war krumm wie ein gewachsener Ellbogen, aber von unerschütterlicher Dichte. Dina umfasste das eiskalte Holz mit beiden Händen, rammte das zugespitzte Ende in das vorbereitete Erdloch an der windzugewandten Seite und stemmte sich mit ihrem gesamten Körpergewicht darauf. „Ahhh…!“, entwich ein gepresster Laut ihrer Kehle. Sie presste ihre nackten Schultern, ihre zitternden Arme und ihre gesamte Brust gegen das raue Buchenholz. Das kühle, rissige Holz schabte schmerzhaft über ihre nackte Haut, hinterließ rote Schrammen auf ihren Schlüsselbeinen, doch Dina gab nicht nach. Sie keuchte, stemmte die Füße tief in den rutschigen Eisschlamm und trieb den Stumpf Millimeter für Millimeter in die aufgetaute Tiefe. Ein Pfeiler. Die Spitze der Festung. Es war eine beispiellose Präzisions- und Kraftanstrengung. Von diesem Eckpunkt aus fügte sie systematisch die Ver mais