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A man with a blue-tinged mouth lies dead on a pile of hay outside a barn at sunrise.

A man with a blue-tinged mouth lies dead on a pile of hay outside a barn at sunrise.

Der Stachel im Fleisch: Ein einfacher Maurer, Mitte dreißig. Nennen wir ihn Edric. Gefunden am frühen Morgen hinter dem Stall, halb verborgen unter Stroh. Keine sichtbaren Wunden, kein Blut. Er wirkt fast als würde er schlafen – aber er ist seit Stunden tot. Die erste Vermutung ist Herzversagen oder Kälte. Der zweite Blick verrät: Seine Lippen sind leicht verfärbt. Dunkelblau, kaum merklich. Was wirklich passiert ist: Edric war kein gewöhnlicher Soldat. Er war vor zwei Jahren Stadtwächter in der Großstadt in der Nähe – bis er wegen Bestechlichkeit entlassen wurde. Verbittert, ohne Perspektive, schloss er sich der Rebellion an. Nicht aus voller Überzeugung, sondern weil er nirgendwo anders hin konnte. Das Vetting hat er erfolgreich getäuscht. Was niemand weiß: Sein ehemaliger Vorgesetzter bei der Stadtwache, ein gewisser Hauptmann Vorn, hat ihn vor drei Monaten kontaktiert. Nicht im Auftrag der Krone – sondern für sich selbst. Vorn weiß durch alte Kontakte ungefähr wo die Rebellion sitzt und er will Informationen verkaufen. An den Meistbietenden. Er hat Edric als Informanten angeworben, mit dem Versprechen einer Begnadigung und Bezahlung. Edric hat geliefert – kleine Dinge zunächst. Truppenstärke, Bauprojekte, Vorräte. Nichts Katastrophales, aber genug um Vorn handlungsfähig zu machen. Das Problem: Edric hat kalte Füße bekommen. Besonders seit dem Assessment des Strategen. Er hat gemerkt, dass die Rebellion echtes Potential hat – und dass er auf der falschen Seite steht. Er Ver mais