Der Falke schĂźttelte missbilligend sein Gefieder. âIch wĂźrde in Ineras alter HĂźtte nachschauen.â Die Art, wie er das sagte, lieĂ keinen Zweifel daran, dass jeder Wichtel mit einem MindestmaĂ an Bildung diesen Gedanken bereits Stunden zuvor hätte haben mĂźssen. âWer ist Inera?â, fragte McDudel. Der Falke verdrehte die Augen. âDie Frage lautet: Wer war Inera?â Er reckte den Schnabel in die Luft und nahm die Pose eines Professors ein, der gerade einem besonders begriffsstutzigen Studenten begegnet war. McDudel betrachtete ihn mit einer Mischung aus Neugier und Verärgerung. Das Verärgerte gewann knapp. âWer oder was zum Wichtelbart ist Inera?â, fragte er noch einmal und hob dabei die Pfeife seines Dudelsacks. âInera war die berĂźhmteste Hexe dieses Waldes. Noch heute erzählen die Leute Geschichten Ăźber sie. Manche sind sogar wahr. Ihre HĂźtte steht immer noch dort, wo sie sie verlassen hat. Verzaubert. Unverändert. Der Kessel blubbert noch immer.â âSeit wann?â âNiemand weiĂ es.â âUnd niemand hat nachgeschaut?â âDas wäre vernĂźnftig gewesen.â âAch so.â Das erklärte alles. âUnd wo finden wir diese HĂźtte?â Der Falke breitete die FlĂźgel aus: âSteig auf meinen RĂźcken.â McDudel blinzelte. Dann flogen sie los. Tiefer und tiefer in den Wald hinein. Die Bäume wurden dichter. Die Ăste verschlungener. Das GrĂźn war so undurchdringlich, dass selbst das Sonnenlicht irgendwann aufgab und wieder umkehrte. Doch der Falke wusste genau, wohin er flog. PlĂśtzlich ging er in den Sinkflug Ăźber. McDudel Voir plus