Einstelle ein Bild einer groĂen Jurte. Um alle Gäste zu beherbergen, war ein gewaltiges Zelt errichten lassen. Sie vereint traditionelle runde Jurten mit der quadratischen Bauweise der Prunkzelte der Chinesen. Zur Reinigung und Vertreibung bĂśser Geister wurde Wacholder in zwei Feuern vor dem Eingang verbrannt. Zwischen diesen Feuern mussten die Gäste hindurch, um das Zelt zu betreten. Die Pracht, die sie im Inneren empfing, stand der des Kaisers in nichts nach. Sechs riesige Säulen trugen Teile dessen, was einst das Empfangszelt des Kaisers gewesen war. Die Zeltinnenwände waren mit kostbaren, bestickten Seidenstoffen behängt. Viele davon aus der im kaiserlichen Palast gemachten Beute. Noch immer dominierten die Muster von Wolken und Drachen, waren jedoch durch Darstellungen von WĂślfen und Pferde ergänzt worden. Kleine Kohlebecken standen in den Ecken, von denen ein schwerer, angenehm-sĂźĂlicher Duft aufstieg, wenn Kräuter und Harzen auf die heiĂen Steine gegeben wurden. In der Mitte des Zelts gab es einen groĂen, offenen Bereich, an dessen Seiten die Gäste in zwei langen Reihen Platz fanden, sodass die Mitte fĂźr Tänzer, Musiker und Diener frei blieb. Direkt gegenĂźber dem Eingang, leicht erhĂśht, auf dicken Filzteppichen und Pelzen sitzend, der Gastgeber und zu seiner Linken seine Gemahlin. Beide tragen Gewänder in Rot und Gelb mit Stickereien von VĂśgeln sowie passende FilzmĂźtzen mit Pelzbesatz. Vor ihnen, in einem Bronzekessel, brannte ein kleines Feuer. Voir plus