Das anvertraute Gut Im dunklen Rom, in Ketten schwer, die Welt blickt kalt und einsam her. Der Abschied naht, der Lauf vollbracht, die Treuen fliehen in die Nacht. Und Timotheus, verzagt und klein, steht in der Kirchenkrise ganz allein. Doch Paulus schreibt mit letzter Hand, ein Testament, das übermannt: „Bewahre, Kind, das hohe Gut, verlass dich nicht auf Fleisch und Blut! Die paratheke, dir vertraut, ist das Fundament, auf dem man baut.“ Es ist kein Schatz aus Gold und Stein, es soll das reine Wort nur sein. Das Muster der gesunden Lehre, das Christus preist und Gott gibt Ehre. Verwässere nicht den klaren Wein, sei treuer Wächter ganz allein. Doch wie besteht ein Menschenkind, wenn ringsumher die Stürme sind? Die Wache bricht aus eigner Kraft, kein Geist, der dies alleine schafft. Das Rätsel löst sich tief im Innern auf: Gott selbst bestimmt des Wortes Lauf. Der Heilige Geist, der in uns wohnt, und jede schwache Seele schont, er gibt die Kraft, die Liebe, Macht, die uns durch jede Krise bracht’. Bewahre du, was Gott dir gab, durch seine Kraft bis an das Grab. Ver más