Szene: „Warmes Licht, alte Vertrautheit“ Innenaufnahme – Abend. Ein loftartiger Raum, hohe Decken, große Fenster, dahinter die Lichter der Stadt wie ferne Glühwürmchen. Der Raum ist in warmes, bernsteinfarbenes Licht getaucht – Kerzen auf dem Tisch, eine Stehlampe mit Seidenschirm, die Schatten weich zeichnet. Leise Musik, tief und entspannt, wie ein Herzschlag aus Bass und Saxophon. Die zwei Personen: Sie sitzt auf der Fensterbank, ein Bein angezogen, das andere locker baumelnd. Sie trägt ein weites, fließendes Kleid in der Farbe von altem Rosé – der Stoff fängt das Licht, als würde er atmen. Ihr Haar fällt in ungezwungenen Wellen über die Schulter, eine Strähne hinter dem Ohr, wo ein einzelner, schlichter Ohrring hängt. Ihre Augen sind dunkel und ruhig, wie ein See kurz vor der Dämmerung, und sie lächelt nicht – aber ihr Blick ist weich, als hätte sie einen vertrauten Satz gehört. Er lehnt an der Küchentheke, eine Tasse Tee in beiden Händen, die Wärme zieht durch seine Finger. Dunkles Hemd, Ärmel hochgekrempelt, die Linien seiner Unterarme sichtbar im Halbdunkel. Sein Kinn ist leicht gesenkt, er schaut zu ihr – nicht prüfend, sondern erinnernd. Eine Narbe an seiner Augenbraue, ein Detail, das sie einst mit dem Daumen nachgezeichnet hat. Die Atmosphäre: Zwischen ihnen liegt kein Tisch, keine Distanz – nur eine halbe Armlänge Luft, die sich anfühlt wie Samt. Sie sprechen nicht viel. Ein Satz hier, ein Lachen dort, das leise verklingt wie ein Tropfen in warmem Wasser. „Du Ver más