Nachdem die Bewohner/-innen körperlich und geistig auf das Angebot vorbereitet wurden, beginnt die Hauptphase. Die Gruppenleitung stellt den blickdichten Erinnerungsbeutel in die Mitte des Stuhlkreises und erklĂ€rt, dass sich darin verschiedene AlltagsgegenstĂ€nde befinden, die Erinnerungen wecken und als GesprĂ€chsanlass dienen soll. Gleichzeitig wird noch einmal darauf hingewiesen, dass die Teilnahme freiwillig ist und jeder Bewohner selbst entscheidet, ob er einen Gegenstand ertasten, etwas erzĂ€hlen oder einfach zuhören möchte. Dadurch werden die Selbstbestimmung und die individuellen BedĂŒrfnisse jedes Bewohners respektiert. Die Gruppenleitung lĂ€dt zunĂ€chst einen Bewohner/-in ein, zum Erinnerungsbeutel zu kommen. Bewohner/-innen, die mit einem Rollator mobil sind, werden motiviert, den kurzen Weg möglichst selbststĂ€ndig zurĂŒckzulegen. Die Gruppenleitung begleitet sie aufmerksam und gibt nur bei Bedarf UnterstĂŒtzung. Das Gehen fördert die MobilitĂ€t, aktiviert die Beinmuskulatur und stĂ€rkt Gleichgewicht sowie Koordination. Gleichzeitig wird der Kreislauf angeregt und durch die Aktivierung der Wadenmuskulatur die Thromboseprophylaxe unterstĂŒtzt. Das selbststĂ€ndige BewĂ€ltigen des Wagens trĂ€gt auĂerdem zum Erhalt der SelbststĂ€ndigkeit und Sturzprophylaxe bei. Bei Frau Nagy wird ihre chronische Herzinsuffizienz berĂŒcksichtigt. Sie entscheidet selbst, ob sie den Weg mit dem Rollator zurĂŒcklegen möchte oder lieber sitzen bleibt und der Erinnerungsbeutel zu ihr gebracht wird. Dadurch See more