„Die Linsen des Regenbogens“ Szene 1 – Der Marktplatz von Speyer, 1050Auf dem geschäftigen Marktplatz zwischen Fachwerkbuden und rauchenden Feuerschalen drängen sich Händler und Bauern. Über allem thront der gewaltige Dom im Bau.Ein junger Ritter, frisch mit einem rostigen Helm ausgerüstet, tritt hervor. Statt Münzen trägt er in seinem Beutel nur bunte Schokolinsen, die im Sonnenlicht glitzern wie Edelsteine.Die Menschen staunen, als eine Schar seltsam surrender Drohnen aus der Luft herabschwebt. Sie lassen verknotete Pergamentrollen mit geheimnisvollen Symbolen auf den Ständen niederfallen. Szene 2 – Am Fluss aus WackelpuddingHinter den Stadtmauern entdecken die Kinder von Speyer ein Wunder: Wo sonst der Rhein fließt, wogt nun ein Fluss aus Wackelpudding, der träge schaukelt und in der Sonne glitzert.Der Ritter, auf seinem Regenbogenfahrrad, kämpft sich mühsam über einen schmalen Steg, der über das vibrierende Gewässer führt.Die Drohnen kreisen über ihm, als wollten sie verhindern, dass er hinüberkommt. Mit jedem Pedaltritt wirft der Ritter eine Schokolinse ins Puddingwasser, und jedes Mal festigt sich der Steg für einen Atemzug länger. Szene 3 – Die OffenbarungAm jenseitigen Ufer erwartet ihn ein alter Geschichtenerzähler, der ein Buch aus Zuckerpapier in den Händen hält.Die Drohnen verharren, summend wie Bienen. Der Erzähler erklärt: „Diese Linsen sind kein Gold, sondern Schlüssel. Wer sie teilt, öffnet Welten.“Der Ritter wirft die letzten Schokolinsen in den Himmel. Sie Mehr sehen