Die buddhistische und taoistische weibliche Verkörperung des Mitgefühls ist Inbegriff für inneren und äußeren Frieden sowie für Gnade, Barmherzigkeit und beschützende Liebe. Ihr voller Name lautet Kwan-shai-yin — das bedeutet „die das Weinen der Menschen wahrnimmt“ bzw. „die, die das Weinen der Welt hasst“. Kwan Yin wirkt im Strahl der Liebe, sie fördert Heilung, Toleranz und die Hingabe in den Fluss des Lebens. Als weiblicher Bodhisattva im ostasiatischen Mahayana-Buddhismus ist Kwan Yin eine aufgestiegene Meisterin, wird aber im Volksglauben auch als Göttin verehrt.Als meditative Göttin der Transformation balanciert sie jedes Ungleichgewicht aus und schenkt Heilung auf allen Ebenen des Daseins. Kwan Yin erwartet weder Anbetung noch aufwändige Rituale.Es genügt ihr, um Hilfe gebeten zu werden und sie ist da. Es wird gesagt, dass sie jedes Gebet, das ihr zu Ohren komme, erhöre. Ihre Kraft ist so groß, dass schon allein das Aussprechen ihres Namens genügt, damit Leid und Elend gemildert, Schutz und Trost gewährt und Menschen von körperlichen und geistigen Schäden befreit werden. Während die meisten anderen chinesischen Gottheiten in Tempeln verehrt werden, lebt Kwan Yin in den Häusern der Menschen, hat dort ihre kleinen Hausaltäre und nimmt sozusagen ganz selbstverständlich am Alltag der Menschen teil. Mitgefühl = Mitleid + Mitfreude Kwan Yin wird oft mit der Jungfrau Maria der christlichen Tradition verglichen, sie wird jedoch von weitaus mehr Menschen verehrt und ist im Mehr sehen