Das Geräusch kam völlig ohne Warnung. Der scharfe, laute Knall eines Gewehrs, das einen einzelnen Schuss aus nächster Nähe abfeuerte. Lara kannte das Geräusch. Der plötzliche Schock darüber erschütterte ihren Seelenfrieden. Ihr Herz begann wild in ihrer Brust zu hämmern. Sie konnte spüren, wie ihr der Schweiß auf der Stirn und zwischen den Schulterblättern ausbrach. Ihre Kehle fühlte sich wie zugeschnürt an. Ihre Hände begannen zu zittern, als sie das Buch schloss. Es fiel zu Boden, vergessen. „Bitte nicht!“, sagte sie in den leeren Raum. „Nicht schon wieder. Das brauche ich nicht noch einmal.“ Sie stand auf und begann auf und ab zu gehen. Sie versuchte zu schlucken, aber ihr Mund war trocken. Sie schüttelte ihre kribbelnden Hände aus. Ihre Brust fühlte sich unerträglich eng an. „Verdammt, Lara, atme“, keuchte sie. „Lass dich nicht—–“ Zu spät. Sie war zurück auf der Insel. Auf Yamatai. Ein höllischer Sturm wütete um sie herum. Blitze zuckten. Donner dröhnte. Der Regen fiel in Strömen, hart wie Hagel. Mehr sehen