Generiere mir ein Titelbild zu diesem Artikel: Folge 9: Die zweite Seite der Energiewende – Rohstoffe, Recycling und die Solarzelle der Zukunft Die Energiewende hat ein Paradox geschaffen. Sie soll Deutschland unabhängiger von fossilen Energieträgern machen – und erzeugt gleichzeitig neue Abhängigkeiten bei den Rohstoffen, aus denen ihre Technologien bestehen. Lithium, Nickel, Kobalt, Graphit, Platin, Iridium, Kupfer, Silber und Seltene Erden sind zu strategischen Ressourcen geworden. Wer über die Zukunft von Batterien, Wasserstoff und Photovoltaik spricht, spricht deshalb zwangsläufig auch über Geologie, Chemie und industrielle Macht. Ursula von der Leyen hat das Problem bereits vor einigen Jahren ungewöhnlich prägnant beschrieben: „Wir importieren Lithium für Elektro-Autos, Platin für die Wasserstoffproduktion, Silizium für Solarmodule. 98 % der Seltenen Erden, die wir brauchen, kommen von einem einzigen Zulieferer – China. Und das ist nicht nachhaltig.“ Die Aussage beschreibt den Kern eines Problems, das inzwischen weit über die klassische Rohstoffpolitik hinausreicht. Die Frage lautet nicht mehr allein, wo die Rohstoffe liegen. Sie lautet zunehmend, wer sie fördern, verarbeiten, recyceln und letztlich in industrielle Produkte verwandeln kann. Die Rohstofffalle Die Energiewende ist auch eine Materialwende. Sie ersetzt den kontinuierlichen Verbrauch fossiler Energieträger durch den Aufbau einer gewaltigen physischen Infrastruktur: Solarmodule, Windkraftanlagen, Stromnetze, Mehr sehen