Islas Basis ist ein circa 60 qm großes Kellerapartment in einem Hinterhof in Leith. Die Wohnung ist eine Symbiose aus spartanischem Wohnraum und kühlem Labor – ein Ort, an dem die Grenze zwischen Existenz und Experiment fließend verläuft. Im Hauptraum dient eine durchgesessene Schlafcouch als Bett, deren einziger Luxus eine schwere Decke aus unbehandelter Schurwolle ist. Beherrscht wird der Raum von schweren Stahlregalen, in denen dutzende Fachbücher zur Chemie und Forensik in penibler Ordnung lagern. Daneben stapeln sich Boxen mit analogen Kassetten, deren magnetische Beschichtungen hier, fernab von direkter Sonneneinstrahlung, die besten Überlebenschancen haben. Die Küche, das Herzstück für ihre kulinarischen Experimente, besteht aus einer durchgehenden Edelstahlzeile, die das einfallende Restlicht des Hofes kalt reflektiert. Alles hier ist auf sterile Schnelligkeit ausgelegt: Eine mobile Kücheninsel auf Schwerlastrollen erlaubt es ihr, die Arbeitsfläche je nach Lichteinfall oder Versuchsaufbau neu zu konfigurieren. Zwischen bei eBay zusammengestückelten Magnetrührern und einem Autoklaven, der öfter chirurgisches Besteck als Kochgeschirr sieht, findet man eine Reihe von Erlenmeyerkolben, die sie zweckentfremdet hat, um hochwertige Öle und Gewürze vor Oxidation zu schützen. Um die Luftqualität in dem fensterarmen Souterrain auf einem konstanten Niveau zu halten, hat Isla den Raum mit botanischen Luftfiltern ergänzt. Es sind keine blühenden Zierpflanzen – die wären ihr zu Mehr sehen